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An einem Fluoreszenzmikroskop werden Gehirnstrukturen eines Zebrafischembryos untersucht.

Wie sp?t ist es auf der biologischen Uhr?

Interdisziplin?res Forschungsteam wird mit 4,5 Millionen Euro von der Carl-Zeiss-Stiftung gef?rdert
An einem Fluoreszenzmikroskop werden Gehirnstrukturen eines Zebrafischembryos untersucht.
Foto: Jens Meyer (Universit?t Jena)
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Meldung vom: 08. Oktober 2020, 12:00 Uhr | Verfasser/in: Ute Sch?nfelder

?Man ist so alt wie man sich fühlt.“ Wie diese h?ufig gebrauchte Redensart deutlich macht, bestimmt nicht allein die Spanne der bisher verstrichenen Lebenszeit das Alter eines Menschen. Vielmehr h?ngt das biologische Alter von zahlreichen Faktoren ab und unterliegt dabei – so wie es die Redensart sagt – auch psychologischen Einflüssen. Daher kann es durchaus sein, dass sich Alternsgenossen im k?rperlichen und geistigen Altersempfinden unterscheiden: Nicht gar so selten wirkt ein jung gebliebener Geist positiv auf die k?rperliche Fitness und umgekehrt.

Wie sich das biologische Alter definiert und exakt bestimmen l?sst und welche Faktoren die komplexen Alternsprozesse von Menschen beeinflussen, das herauszufinden ist das Ziel des neuen Forschungsprojekts IMPULS der Friedrich-Schiller-Universit?t Jena. Das Projektteam wird bei seinem Forschungsvorhaben in den kommenden fünf Jahren von der Carl-Zeiss-Stiftung im Rahmen des F?rderprogramms ?Durchbrüche“ mit rund 4,5 Mio. Euro unterstützt.

Ganzheitlicher Blick auf den Alternsprozess

IMPULS steht für ?Identifizierung und Manipulation der physiologischen und psychologischen Uhren der Lebensspanne“. In ihrem Projekt wollen die Forschenden also nicht nur herausfinden, wie ?sp?t“ es auf der biologischen Uhr eines Menschen aktuell ist. ?Wir wollen auch wissen, ob und wie sich durch Manipulation der biologischen Uhr das Altern insgesamt verz?gern l?sst“, erl?utert Christoph Englert, Sprecher des Verbundprojekts. Der Professor für Molekulare Genetik der Universit?t Jena und Forschungsgruppenleiter am Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) – sagt, dass Alternsprozesse durch individuelle Faktoren moduliert werden, wie Ern?hrung, Lebensstil und pers?nliche Altersbilder. ?Wir wollen durch die Verknüpfung von Physiologie und Psychologie einen neuen Blickwinkel auf das Altern entwickeln.“

Konkret wollen die Projektpartner in Studien am Menschen aber auch an verschiedenen Modellorganismen neue Kriterien auf molekularer und neurobiologischer Ebene für die Altersbestimmung ermitteln. Zudem sollen die Auswirkungen physiologischer Faktoren auf das Altern untersucht werden, beispielsweise der Einfluss von Sport auf die Gehirnalterung oder von Ern?hrung auf alternsbedingte Entzündungen. Ob sich psychologischer Stress oder das pers?nliche Alternserleben auf die biologische Uhr auswirken, wollen die Forschenden u. a. mit Hirnstrukturmessungen aufkl?ren. Und nicht zuletzt sind ethische Implikationen der m?glichen Ergebnisse Teil des Forschungsprojekts: Was bedeutet es, wenn sich Lebenserwartung und alternsbedingte Krankheiten künftig pr?ziser vorhersagen lassen? Wie ver?ndert sich der gesellschaftliche Blick aufs Alter, wenn wir es zukünftig auch biologisch und nicht rein chronologisch definieren k?nnen?

Zum Projektteam geh?ren neben Alternsforschern auch Expertinnen und Experten aus Biochemie und Epigenetik, Medizin, Neuro- und Ern?hrungswissenschaft, Pharmazie, Epidemiologie, Bioinformatik, Biostatistik, Psychologie und Sozialwissenschaften.

Dr. Birgit Perner von der Arbeitsgruppe "Molekulare Genetik" des Instituts für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut (FLI) - untersucht an einem Stereo-Fluoreszenz-Mikroskop die Entwicklung der Blutgef??e im Kopf einer Fischlarve. Die Verwendung von Modellorganismen sowie bildgebende Verfahren spielen eine wichtige Rolle im IMPULS-Konsortium. Dr. Birgit Perner von der Arbeitsgruppe "Molekulare Genetik" des Instituts für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut (FLI) - untersucht an einem Stereo-Fluoreszenz-Mikroskop die Entwicklung der Blutgef??e im Kopf einer Fischlarve. Die Verwendung von Modellorganismen sowie bildgebende Verfahren spielen eine wichtige Rolle im IMPULS-Konsortium. Foto: Jens Meyer (Universit?t Jena)

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Christoph Englert, Prof. Dr.
Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI)
Beutenbergstra?e 11
07745 Jena
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