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Der Wegweiser der Reformation

Historiker der Universit?t Jena gibt Buch ?Der Unterricht der Visitatoren“ mit heraus
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Meldung vom: 09. Oktober 2020, 11:24 Uhr | Verfasser/in: Stephan Laudien

Die Reformation war ein tiefgreifender Einschnitt im Leben der Menschen in der Frühen Neuzeit. Martin Luther, ein Augustinerm?nch und Theologe, hatte es gewagt, die bis dahin geltende buchst?blich gottgewollte Ordnung zu erschüttern und einzurei?en. Doch wie gelang es den Fürsten, allen voran den Luther schützenden Ernestinern, die Reformation in ihrem Herrschaftsgebiet durchzusetzen? Eine entscheidende Rolle spielte dabei ein Buch, das sozusagen die Anleitung zur Durchsetzung der Reformation enthielt. ?Der Unterricht der Visitatoren“ erschien 1528 und wurde faktisch zu einem Bestseller weit über die Kernlande der Reformation hinaus.

Der Leiter des Archivs der Friedrich-Schiller-Universit?t Jena, Prof. Dr. Joachim Bauer, hat jetzt gemeinsam mit der langj?hrigen Leiterin des Thüringer Hauptstaatsarchivs Weimar Dagmar Blaha und dem Theologen Dr. Stefan Michel von der S?chsischen Akademie der Wissenschaften Leipzig das Buch ?Der Unterricht der Visitatoren (1528). Kommentar – Ent?stehung – Quellen“ herausgegeben. Der Band erschien als Nr. 94 in der international renom?mierten Reihe ?Quellen und Forschungen zur Reformationsgeschichte“, die seit 1911 im Auf?trag des Vereins für Reformationsgeschichte herausgegeben wird.

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Textpassagen von Martin Luther

?Der Unterricht der Visitatoren war de facto ein Gemeinschaftswerk von Theologen, Juristen und Beamten, dessen Grundlagen Philipp Melanchthon legte“, sagt Joachim Bauer. Auch Martin Luther habe einzelne Fassungen redigiert bzw. Textpassagen eingefügt und das Vor?wort geschrieben. Im Kern sei es um die Frage gegangen, wie eine Gemeinde auszusehen habe gem?? den Erfordernissen des neuen Glaubens. Genutzt wurde ?Der Unterricht der Visitatoren“ in fast allen lutherischen L?ndern, selbst im d?nischen Roskilde erschien eine Ausgabe. Zehn Jahre nach dem Erstdruck wurde eine zweite Auflage herausgebracht.

Dem Fürsten wieder regierbare Untertanen schaffen

Im ?Unterricht der Visitatoren“ wurden vor allem die Aufgaben der Pfarrer neu festge?schrie?ben. Neu etabliert wurde das Amt des Superintendenten, das bis heute in der evangelischen Kirche Bestand hat. Am Ende des Buches stand eine neue Schulordnung, weil auch das Schulwesen neu geordnet werden musste. ?Insgesamt trug das Buch dazu bei, dem Fürsten wieder regierbare Untertanen zu schaffen“, konstatiert Joachim Bauer. ??

In dem jetzt erschienenen Band zeichnen die Autoren detailliert die Entstehungsgeschichte des Bestsellers der Reformation nach. Dazu gibt es einen umfangreichen theologischen Kom?mentar des Kirchenhistorikers Stefan Michel. Erg?nzend haben die Herausgeber zahl?reiche neue, teils bis dato noch nicht ver?ffentlichte Quellen erschlossen, die Dagmar Blaha in einer Edition angefügt hat. So lasse sich die Entstehungsgeschichte des Bestsellers chro?nologisch und inhaltlich nachzeichnen, sagt Joachim Bauer, bis hin zur Rechnung für den Buchdrucker Hans Lufft aus Wittenberg. Er erhielt im M?rz 1528 400 Gulden für den Druck von 750 Exemplaren des ?Unterrichts der Visitatoren“. Das Geld kam aus der Schatulle des Kurfürsten und war offensichtlich gut angelegt.

Bibliographische Angaben:

Joachim Bauer, Dagmar Blaha, Stefan Michel: ?Der Unterricht der Visitatoren (1528). Kom?mentar – Entstehung – Quellen“, in ?Quellen und Forschungen zur Reformationsgeschichte“ im Auftrag des Vereins für Reformationsgeschichte, Heidelberg 2020, 376 Seiten, 84 Euro, ISBN: 978-3-579-05848-1

Information

Bibliographische Angaben:

Joachim Bauer, Dagmar Blaha, Stefan Michel: ?Der Unterricht der Visitatoren (1528). Kom?mentar – Entstehung – Quellen“, in ?Quellen und Forschungen zur Reformationsgeschichte“ im Auftrag des Vereins für Reformationsgeschichte, Heidelberg 2020, 376 Seiten, 84 Euro, ISBN: 978-3-579-05848-1

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Joachim Bauer, apl. Prof. Dr.
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Fax
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