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Pr?sident Rosenthal (l.) erh?lt die Ernennungsurkunde von Wissenschaftsminister Tiefensee (r.).

Universit?t neu denken: Zweite Amtszeit für Walter Rosenthal

Wissenschaftsminister Tiefensee übergab Ernennungsurkunde an Pr?sident Rosenthal
Pr?sident Rosenthal (l.) erh?lt die Ernennungsurkunde von Wissenschaftsminister Tiefensee (r.).
Foto: Jens Meyer (Universit?t Jena)
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Meldung vom: 19. Oktober 2020, 11:45 Uhr | Verfasser/in: Katja B?r

Der Thüringer Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee hat dem Pr?sidenten der Friedrich-Schiller-Universit?t, Prof. Walter Rosenthal, in Erfurt offiziell seine erneute Ernennungsurkunde überreicht. ?Die Universit?t hat sich seit dem Amtsantritt von Prof. Rosenthal 2014 hervorragend entwickelt“, so Wolfgang Tiefensee. Er denke dabei etwa an das Exzellenzcluster oder an den Campus Inselplatz, der jetzt im Entstehen sei. Der Universit?tspr?sident habe eine hervorragende Berufungspolitik verfolgt und so namhafte Pers?nlichkeiten an die Universit?t geholt; auch die Studierenden k?men aus aller Welt. ?Das ist eine hervorragende Bilanz. Wir k?nnen stolz auf Ihre Arbeit sein und all derer, die all dies mit Ihnen in Gang gesetzt haben. Lassen Sie uns die Friedrich-Schiller-Universit?t und alle anderen Hochschulen im Land gemeinsam weiter voranbringen“, appellierte der Minister weiter an Rosenthal, der auch als Pr?sident der Thüringer Landespr?sidentenkonferenz für eine weitere Amtszeit gew?hlt wurde. Das Ministerium unterstütze die Universit?t als Lokomotive für Forschung, Lehre und Wissenstransfer in Wirtschaft und Gesellschaft dabei mit aller Kraft.

Die Universit?t dürfe sich auf ihren Erfolgen in Forschung und Lehre nicht ausruhen, erkl?rte Rosenthal nach seiner Ernennung. Die n?chsten Jahre würden besonders herausfordernd. Doch dies gelte nicht nur für die Friedrich-Schiller-Universit?t: ?Wir müssen in Deutschland mehr Gedanken und Geld in die Zukunft der Universit?ten investieren.“ Die Corona-Pandemie habe noch einmal deutlich gezeigt, dass sich Studium und Lehre mit zunehmender Digitalisierung massiv ver?nderten. ?Austausch und Begegnung auf dem Campus haben einen gr??eren Stellenwert bekommen. Gleichzeitig sind Online-Veranstaltungen nicht mehr wegzudenken, denn sie erh?hen die Chancengleichheit für die Studierenden. Sie erm?glichen es, Studentinnen und Studenten mit Kind oder pflegebedürftigen Angeh?rigen – oder einfach nur mit Nebenjob, zu flexiblen Zeiten zu lernen“, so der Mediziner. Doch seien die Universit?ten weder baulich noch personell darauf ausreichend vorbereitet. ?Die Hochschulen der Zukunft sind noch mehr Lebensort. Sie müssen sich in radikale Pr?senzuniversit?ten verwandeln, an denen man zwar stundenweise digital an Einzelarbeitspl?tzen lernt, aber die meiste Zeit intensiv den Austausch und Dialog sucht.“ Schlie?lich müssten auch Nachhaltigkeit und 电玩城捕鱼isierung neu gedacht werden. ?Wir stehen noch immer am Anfang umw?lzender Ver?nderungen, die wir als Universit?t in unserem Strategieprozess 2025 mitdenken müssen.“ Er baue dabei weiterhin auf die universit?re Gemeinschaft, wenn es um die Gestaltung der Zukunft gehe.

Rosenthal war 2014 erstmals zum Pr?sidenten der Universit?t Jena gew?hlt worden. Seine sechsj?hrige Amtszeit verl?ngert sich nun um weitere sechs Jahre bis Oktober 2026. Als Pr?sident der Universit?t Jena ist er Vorsitzender des Pr?sidiums und vertritt die Universit?t nach au?en. Rosenthal ist zudem seit 2018 Vorsitzender der Thüringer Landespr?sidentenkonferenz. Er ist in Gremien verschiedener Forschungseinrichtungen und Stiftungen engagiert.

Zur Vita

Walter Rosenthal wurde 1954 in Siegen geboren. Er studierte Medizin an der Universit?t Gie?en und am Royal Free Hospital, School of Medicine, in London. 1983 wurde er in Gie?en promoviert. Nach Forschungst?tigkeiten in Heidelberg, Houston (Texas) und Berlin folgte 1990 die Habilitation an der Freien Universit?t Berlin im Fach Pharmakologie. Als Heisenberg-Stipendiat und Visiting Professor forschte Rosenthal anschlie?end am Baylor-College of Medicine in Houston (Texas). Von 1993 bis 1998 war er Professor für Pharmakologie und Toxikologie an der Universit?t Gie?en. 1996 wurde er Direktor des Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie in Berlin.

Von 1998 bis 2003 hatte er eine Professur an der Freien Universit?t Berlin und danach eine Professur an der Charité Berlin inne. Im Januar 2009 wechselte er als Vorsitzender des Stiftungsvorstandes und Wissenschaftlicher Vorstand an das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch, eine Gro?forschungseinrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft. Seit Oktober 2014 ist Walter Rosenthal Pr?sident der Friedrich-Schiller-Universit?t Jena. Er ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.

Einen ausführlichen Lebenslauf finden Sie hier: Curriculum Vitae Prof. Dr. Walter Rosenthal

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